Kleine Goldmünzen aus Deutschland: Große Investment-Chance?

Deutsche Goldmünzen für kleines Geld? Das gibt es tatsächlich seit einigen Jahren. Die Geschichte der deutschen 20-Euro-Goldmünzen beginnt im Jahr 2010 mit der Serie „Deutscher Wald“. Jedes Jahr wurde ein heimischer Baum vorgestellt – vom Eichenblatt bis zur Linde. Sechs Jahre, sechs Münzen, 3,89 Gramm reines Gold pro Stück. Die Auflage damals: 40.000 Münzen pro Prägestätte.

Danach ging’s direkt weiter mit „Heimische Vögel“ – ein echter Publikumsliebling: Nachtigall, Pirol, Schwarzspecht und Co. waren von 2016 bis 2021 auf den kleinen Goldmünzen zu sehen. Doch im Laufe der Zeit war ein gewisser Schwund zu beobachten – zuletzt erreichten die kleinen Goldmünzen nur noch eine Auflage von 30.500 Stück pro Prägebuchstaben.

Seit 2022 läuft nun die dritte große Serie: „Rückkehr der Wildtiere“. Sie erzählt die spannende Geschichte vom Comeback einst verschollener Tiere – Kegelrobbe, Steinbock, Biber. Doch auch hier geht die Auflage seit Jahren rasant nach unten – von 22.200 Stück auf zuletzt rund 17.000 Stück.

Und jetzt, ganz aktuell seit dem 17. Juni 2025, ist der Luchs auf dem Markt. Das neue Motiv zeigt ihn in seiner vollen Pracht – ein wunderschönes Sammlerstück. Doch warum gehen die Auflagen seit Jahren kontinuierlich nach unten? Und sind die sinkenden Zahlen ein schlechtes, oder vielleicht doch ein gutes Zeichen?

Wir meinen: Hier entsteht eine Sammler-Rarität von morgen. Denn die rückläufigen Produktionsmengen hängen garantiert mit dem steigenden Goldpreis zusammen – 2010 kosteten die 20-Euro-Münzen noch rund 150 Euro im Direktbezug, heutzutage sind es über 400 Euro. Allein im Vergleich zum Jahr 2024 ist der Preis für die Mini-Goldmünze aus Deutschland um 100 Euro gestiegen. Da macht nicht mehr jeder Sammler mit.

Doch der Preisanstieg hat einen guten Grund: Die Münzen bestehen aus 999,9er Feingold – also reinstem Gold. Bei einem Gewicht von 3,89 Gramm sind sie perfekt für kleine, flexible Goldinvestments. Gerade in Zeiten, in denen die Unze bei über 3.000 Euro steht, sind kleinere Stückelungen gefragt wie nie zuvor.

Dazu kommt ein wichtiger Aspekt, der heute noch nicht so wirklich greifbar ist: Der künftige Sammlerwert. Wer sich die kompletten Serien gesichert hat, sitzt heute auf einem kleinen Schatz – und wird die Münzen nicht so schnell wieder hergeben. Mit jeder neuen Ausgabe wächst das Interesse bei neuen Sammlern – doch die müssen die Münzen auf dem Zweitmarkt beschaffen. Gut für alle, die bereits die Ausgaben der Vorjahre im Tresor liegen haben. Und eines wird sich nie ändern: Münzensammler in Deutschland sammeln in erster Linie – ihr könnt es euch schon denken – Münzen aus dem eigenen Land. Die Nachfrage wird also nie auf Null zurückgehen, erstrecht nicht, wenn Gold im Spiel ist.

Die Kombination aus Gold, Geschichte und Gestaltung und Knappheit macht die 20-Euro-Goldmünzen zu einem echten Hybrid-Produkt: Sammlerobjekt und Investment zugleich. Und genau das ist in der heutigen Zeit so wichtig. Denn wer nur auf Barren oder große Anlageunzen setzt, verpasst oft die Chance auf zusätzliche Wertsteigerung durch Sammelpotenzial.

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