Goldmünzen aus dem 19. Jahrhundert: Ein paar Gramm Gold mit großer Geschichte

Es wiegt nur ein paar Gramm, hat einen Durchmesser von fast zwei Zentimetern und ist damit ungefähr so groß wie ein Zwei-Eurocent-Stück – doch vor zwei Jahrhunderten waren die kleinen Goldmünzen, die MP Edelmetalle aktuell anbietet, ein kleiner Schatz: Für zehn Mark konnten sich die Menschen im Kaiserreich viel kaufen – um die Kaufkraft zu ermitteln, lohnt sich ein Blick auf Preistafeln vergangener Tage: Ein Einzelticket auf den Hamburger Omnibuslinien kostete 10 Pfennig im Jahre 1875, heute sind es 1,90 Euro – für das Zehn-Mark-Stück von damals würde man heute also Fahrscheine im Wert von 190 Euro bekommen. Ein mittlerer Beamter hatte im Deutschen Kaiserreich ein monatliches Gehalt von 60 – 80 Mark.

10 Mark Gold Ludwig von Bayern
Das kleine Rechenbeispiel macht deutlich, dass die Zehn-Mark-Stücke aus Hamburg, Bayern und Preußen, die MP Edelmetalle aktuell im Bereich des Kaiserreich-Goldes anbietet, eine bewegte Geschichte haben und schon damals als Zeichen für Wohlstand und Sicherheit galten. Heute sind sie vor allem wegen ihrer niedrigen Prägeauflagen gefragt – das
Zehn-Mark-Stück aus Bayern
aus dem Jahre 1875 wurde beispielsweise nur 815.858 mal geprägt.

Neben modernen Anlagemünzen ist MP Edelmetalle stets auf der Suche nach historischen Raritäten, denn Investoren suchen neben Krügerrand, Maple Leaf und Co. verstärkt nach geprägten Zeitzeugen mit doppelter Wertversicherung: Neben dem reinen Edelmetallpreis sorgt auch der Sammlerwert für attraktive Wertzuwächse. Und Anleger können mit historischen Goldmünzen attraktive Wertzuwächse erzielen. Ein Beispiel: Bei der Versteigerung einer 20-Mark-Goldmünze von 1873 aus Mecklenburg-Strelitz fiel im Jahr 2011 der Hammer bei 13000 Euro. Zehn Jahre zuvor wurden vergleichbare Stücke noch für 7000 Euro versteigert, der Wert der Münze hat sich somit verdoppelt.

Gold Hamburg 10 Mark
Die goldenen Kronen und Doppelkronen aus dem Kaiserreich bieten einen preiswerten und aufregenden Einstieg in die Welt der historischen Münzen. Die Vorderseite der deutschen Goldmünzen zu 10 und 20 Mark konnte von jedem Gliedstaat des Reiches individuell gestaltet werden, hier finden sich neben den Köpfen der jeweiligen Monarchen auch die Wappen der freien Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck. Auf der Rückseite war in jedem Land der Reichsadler zu sehen, in die Randschrift wurde der Satz „Gott mit uns“ eingeprägt.

Besonders die Zwanzig-Mark-Stücke aus dem Kaiserreich sind unter Sammlern weit verbreitet – sie sind ein Beispiel für eine ganze Reihe von sogenannten „Doppelkronen“, die im 18. und 19. Jahrhundert von diversen europäischen Nationalstaaten hergestellt wurden und auf 20 Werteinheiten der jeweiligen Landeswährung lauten. Grundlage für diese gemeinsame Ausgabepolitik waren die Verträge der „Lateinischen Münzunion“, die am 23. Dezember 1865 zwischen Frankreich, Belgien, Italien, der Schweiz und Griechenland geschlossen wurde.

Neben den deutschen Kaiserreich-Goldmünzen sind auch die historischen Goldmünzen aus den Mitgliedsländern der Lateinischen Münzunion zu gesuchten Raritäten geworden. So wurden beispielsweise die 20-Lira-Goldmünzen aus Italien zwischen 1861 und 1940 mit einem Feingewicht von 5,81 Gramm geprägt und zeigen die italienischen Könige Vittorio Emanuele und Umberto. MP Edelmetalle hat aus dieser Reihe aktuell eine XXL-Ausgabe zu
50 Lire aus dem Jahr 1912
im Angebot, die mit einem Feingewicht von 14,52 Gramm zu den größten Goldmünzen der Lateinischen Münzunion zählt und im Umlauf nur selten anzutreffen war.

Für Anleger, die sich im Bereich der historischen Münzen umschauen möchten und mit kleinen Beträgen und wenig Risiko in den Markt der Sammlermünzen einsteigen wollen, hat MP Edelmetalle aus Österreich drei weitere Münzen im Programm – die Prägungen der Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie, die ab 1867 bestand und mit 52,8 Millionen Menschen die drittgrößte sowie flächenmäßig die zweitgrößte Nation Europas war, eignen sich besonders gut als Grundlage für eine Münzsammlung aus Gold.

Viele der Münzen wurden auch nach dem Untergang der Habsburgermonarchie für Sammler und Edelmetallanleger nachgeprägt und bewegen sich heute im Übergangsbereich zwischen klassischer Numismatik und moderner Edelmetall-Anlage. Die österreichischen Dukaten waren von 1852 bis 1915 geprägt, neben dem Ein-Dukaten-Stück gab es ab 1854 auch eine Münze zu vier Dukaten. Die österreichische Krone wurde 1892 als offizielles Zahlungsmittel in Österreich eingeführt und mit 10 und 20 Kronen geprägt, 1909 folgte eine 100-Kronen-Goldmünze. Alle genannten Münzen wurden ab den 1920er-Jahren von der Ersten Republik nachgeprägt, wobei die jeweils letzten Prägejahreszahlen bei den Nachprägungen beibehalten wurden.

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